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Die Naturfreundejugend Berlin stellt sich vor
Unter der Idee der Herrschaftskritik verstehen wir die unterschiedlichsten antiautoritären, emanzipatorischen und links-undogmatischen Positionen. Ein wichtiges Ziel ist für uns, kritisches Denken und politisches Handeln zu fördern. Praktisches Mitmachen, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, Seminare und Reisen selbst zu organisieren, lassen diesen Anspruch Wirklichkeit werden.
In unseren Aktivitäten analysieren wir die gegenwärtige Gesellschaft und üben Kritik an den momentanen Herrschaftsverhältnissen. Hierbei geht es uns auch darum, das direkte Umfeld, die Schule, die Universität, den Ausbildungs- und Arbeitsbereich sowie Stadtteile als Orte der politischen Aktivität zu erkennen. Politik ist bei der Naturfreundejugend Berlin also nicht eine Sache von Parteien und Parlamenten. Vielmehr verstehen wir sie als ein Mittel zur Beeinflussung der eigenen Lebenssituation, der Selbstermächtigung und Emanzipation. Dies schließt eine selbstkritische Sicht auf Gruppendynamiken bei uns im Verband mit ein. Respekt, solidarisches Verhalten, Teamarbeit und gegenseitige Unterstützung spielen ebenso eine Rolle wie verantwortungsvoller Umgang mit übernommenen Aufgaben und Zuverlässigkeit bei der gemeinsamen politischen Arbeit.
Kern unserer politischen Arbeit sind die Arbeitskreise (AKs) im Verband. Momentan gibt es bei uns drei: Der AK „NoFortressEurope“ setzt sich mit Rassismus und Migration auseinander – momentan konzentriert er sich auf den Zusammenhang von Sexismus und rassistischer Diskriminierung in Deutschland. Im AK Feminismus beschäftigen sich die Mitglieder mit Kritik am Kapitalismus aus feministischer Perspektive. Der AK „Stalin hat uns das Herz gebrochen“ legt seinen Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der DDR. Konkret erinnert er an die Verfolgung von jüdischen Kommunist_innen im Realsozialismus. Dabei ist es dem AK jedoch wichtig, eine linke Perspektive auf die Geschichte zu haben.
Alles in allem organisieren die AKs Seminare, Veranstaltungsreihen und Aktionen. Bei der Naturfreundejugend Berlin ist es immer möglich, dazu zu stoßen und sich selbst einzubringen. Die AKs sind meist auch die erste Anlaufstelle für Interessierte am Verband.
Momentan gibt es außerdem eine antinationale Kampagne bei der Naturfreundejugend Berlin: „Pink Rabbit gegen Deutschland“. Das Jahr 2009 hält viele Jubiläen bereit, bei denen Deutschland als Nation abgefeiert wird. Das Pink Rabbit taucht überall dort auf, wo eine unkritische Auseinandersetzung mit Deutschland stattfindet, um die Beschwörung von nationalen Mythen empfindlich zu stören. Die oftmals witzigen Aktionen werden per Fotoapparat und Videokamera festgehalten und im Internet verbreitet.
Neben den Arbeitskreisen bilden die Wochenendseminare das Herzstück unseres Verbandes. Auch sie finden zu vielen verschiedenen Themen statt: in den nächsten Monaten gibt es Seminare zu antisexistischer verbaler Selbstverteidigung, Psychiatriekritik, Intersexualität, materialistischem Feminismus u.v.a.m. Sie dienen der Weiterbildung und Verbreitung von Wissen ebenso wie zur Diskussion von Positionen und Schwerpunkten innerhalb des Verbandes.
Auf den Mitgliederversammlungen und den monatlichen Plena der Naturfreundejugend Berlin werden Projekte und Arbeitsvorhaben intensiv diskutiert und beschlossen. Regelmäßige Kneipenabende und eMail-Newsletter ermöglichen allen Mitgliedern und Interessierten einen guten Überblick über die aktuellen Aktivitäten.
Naturfreundejugend Berlin
Die nächsten Termine
01.04.2012 – 08.06.2012
[Fortbildung] Paddelwoche
16.05.2012 – 20.05.2012
Wildwasserkanu & Kletterwand
18.05.2012 – 19.05.2012
„Robin-Hood“ Erlebniswochenende am Kemitzenstein (NF Bad Staffelstein)
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