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Buchbesprechung: "A long way down"
So geschieht es, dass sie sich am Silvesterabend auf dem Dach des Toppers` House in London begegnen. Bald wird ihnen klar, dass sie sich gemeinsam vielleicht aus ihrer vermeintlich aussichtslosen Lage befreien können. Darum entscheiden sie, ihren Selbstmord zunächst nach hinten zu verschieben und sich ihren Problemen zu stellen.
Durch viele Begegnungen, Zwischenfälle und Konflikte nimmt ihre Geschichte immer wieder neue Wendungen und stellt sie vor viele Herausforderungen. Gegen alle Widerstände gelingt es ihnen schließlich, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und zu neuen Zielen aufzubrechen.
Der britische Schriftsteller Nick Hornby („About A Boy“) nähert sich dem schwierigen Thema Selbstmord auf leichte und zuweilen humorvolle Weise, verliert dabei aber nie den Respekt vor den Sorgen und Nöten seiner Charaktere und lässt sie stets aus ihrer Sicht von den Ereignissen erzählen. Dadurch gelingt es ihm, den Leser behutsam an die Thematik heranzuführen und Lebensweisheit zu vermitteln, ohne als Moralapostel aufzutreten.
Der Roman ist sicherlich kein Meilenstein der Literaturgeschichte, aber ein lesenswertes Buch, das Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen anspricht. Es ist spannend und unterhaltsam zu lesen und empfehlenswert für jeden, der realistische Geschichten mag. Wer des Englischen mächtig ist, sollte zur Originalfassung greifen, da in der deutschen Übersetzung viel an Atmosphäre und Sprachwitz verloren geht.
"A long way down" von Nick Hornby, Penguin 2003, ISBN: 0141025778. Deutsche Übersetzung, Kiepenheuer & Witsch 2005, ISBN: 346203455
Schlagworte: Bücher
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