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Johannes Hahn

Slacken, die neue Art zu balancieren

Wenn man im Sommer durch den Park läuft, kann man sie immer häufiger entdecken: Slackliner. Zwischen zwei Bäumen hängt ein dünner Spanngurt. Normalerweise dient ein solcher Gurt zur Sicherung von Transportware auf Lastwagen. Nicht aber dieser. Auf diesen Slacklines, wie sie die SportlerInnen nennen, werden Kunststücke vorgeführt, die man sonst nur aus dem Zirkus kennt.

Slackline heißt aus dem Englischen übersetzt „lockeres Band“ und zeigt schon, welche besondere Art des Balancierens hier betrieben wird. Es wird kein festgespanntes Drahtseil benutzt, sondern ein dehnbares Kunstfaserband.
Zum Slacken, oder auch Slacklinen, braucht man nicht viel: Eine Slackline und zwei Halterungen. Daher kann es fast überall betrieben werden: im Park, am Strand, im Gebirge, nah am Boden oder in luftigen Höhen. Über Gras, Sand oder über Wasser – alles ist möglich. Für AnfängerInnen empfiehlt sich das Balancieren im Park mit einem zusätzlichen Kletterseil über der Slackline. So könnt ihr euch festhalten und euch erst einmal ans Balancieren auf der Slackline gewöhnen.
Das Slacklinen wurde das erste Mal mit dehnbaren Kunstfaserbändern von Adam Grosowsky und Jeff Ellington in den Achtzigern im berühmten Kletterparadies „Camp 4“ im Yosemite Nationalpark (USA) durchgeführt. Sie spannten dort die Bänder zum Zeitvertreib und balancierten. Doch wirklich verbreitet ist der Sport erst seit 2006. Damals organisierte Heinz Zak, einer der bekanntesten Sportkletterer Österreichs, das erste Internationale Slackline-Treffen. Außerdem gibt es seitdem immer mehr Komplettsets auf dem Markt, die es einfacher machen, Slacklines zu spannen.

Weiterführende Links

www.slackline-tools.de

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Schlagworte: Sport