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Ausgestrahlt - wie AKWs krank machen

Spätestens seit der Katastrophe von Tschernobyl in der Ukraine im Jahre 1986 wissen wir alle, dass Atomkraftwerke eine große gesundheitliche Gefahr für den Menschen darstellen. Allerdings war es bislang noch nicht bekannt, dass nicht nur Störfälle, ein Super-Gau oder die Endlagerung des Atommülls beim Menschen gesundheitliche Probleme verursachen. Neue Studien, die unter anderem vom Bund für Strahlenschutz in Auftrag gegeben wurden, haben gezeigt, dass schon der normale Betrieb eines Atomkraftwerkes gerade bei Kindern das Krebsrisiko enorm erhöht.

Insbesondere das Risiko an Leukämie, also an Blutkrebs, zu erkranken, wird durch radioaktive Strahlen enorm vergrößert. Und diese radioaktiven Strahlen findet man eben auch noch mehr als 40 Kilometer entfernt von einem modernen deutschen Atomkraftwerk. Dass radioaktive Strahlung nicht gerade gut für den Menschen ist, weiß man schon sehr lange. Spätestens seit der Veröffentlichung der oben erwähnten Studie aus dem Jahr 2007 weiß man aber auch, dass Atomkraftwerke für die in der Umgebung wohnende Bevölkerung ein großes und eigentlich nicht tragbares gesundheitliches Risiko darstellen. Aber gerade dieses Risiko nimmt die momentane schwarz-gelbe Bundesregierung mit einer geplanten Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke in Kauf.
Ich glaube, dass es spätestens jetzt an der Zeit ist, zu sagen was uns wichtiger ist – eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke oder unsere Gesundheit und die der Kinder. Denn von einer krebsverursachenden Wirkung bei Windrädern und Solaranlagen habe ich noch nie etwas gehört.

Aber es genügt beim Strahlenschutz nicht nur über die Regierung und die Atomlobby zu schimpfen. Nein, auch bei uns zu Hause wimmelt es nur so von elektromagnetischer Strahlung. Zugegeben, verglichen mit der Strahlung eines Atomkraftwerkes ist diese wirklich harmlos. Trotzdem ist es äußerst fraglich, ob uns der tägliche Kontakt mit Strahlen, die zum Beispiel bei jeder Handybenutzung oder bei der Benutzung der Mikrowelle entstehen, nicht schadet. Natürlich können und wollen wir nicht in einer Welt ohne all diese Dinge leben. Trotzdem sollte man sich einmal überlegen, ob das Handy wirklich nachts immer eingeschaltet neben dem Bett liegen muss. Denn das Ausschalten des Telefons würde uns nicht nur vor Strahlung schützen, sondern auch gleichzeitig noch Energie sparen.